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Apr
2015

  • 2015 Woche 17
    2015 Woche 17

    Ann Peebles - Part Time Love

    Hört man den Namen Ann Peebles, so denkt man sofort an „I Can’t Stand The Rain“ – jenen Song aus dem Jahr 1973 über den John Lennon gesagt hat: „It’s the best Song ever.“

    Aber Ann Peebles Karriere begann schon 1968 als die Produzentenlegende Willie Mitchell für des Memphis Label Hi Records verpflichtete. Hi Records das war in den Sixties und Seventies so etwas wie eine Familie für die Sängerin aus St. Louis, Missouri - mit Mitchell als Vaterfigur, mit der Hi Rhythm Section als Sicherheit gebender Basis und mit den Kollegen Al Green und O.V. Wright als Inspiration. Bei Hi lernte Ann Peebles auch ihren späteren Ehemann Don Bryant kennen und alle Alben von ihr erschienen bis zum Ende der Siebziger Jahre auf dem Label.

     

    „Part Time Love“ ist ihr zweites Album für Hi und erschien 1971 und enthält mit dem Titelstück Ann Peebles ersten R&B Chart Top 10 Hit.

    Das Label Fat Possum Records (Black Keys, R.L. Burnside) hat nun dafür gesorgt, dass 3 Alben von Ann Peebles wieder auf Vinyl erhältlich sind.

    Hier nachzuhören!

  • 2015 Woche 16
    2015 Woche 16

    Matthew E. White - Fresh Blood

    Das zweite Album von großen schüchternen Mann aus Virginia. Weniger Hype diesmal als 2012 um „BIG INNER“ , aber für mich ist FRESH BLOOD sogar die noch bessere Platte.

    14 Streicherinnen, 10 Bläser und ein Chor – und trotzdem klingt das Ganze nicht überproduziert, das können nicht viele. Vom sanften Murmeln auf „TRANQUILITY“, seinem Abgesang auf Philip Seymour Hoffman bis zur großen Oper „VISION“ – keine Angst vor Kitsch oder großen Worten.

    Das Album atmet 70er Jahre „Blue-eyed-Soul“, ohne in die „Retro“-Falle zu tappen. Meine Platte des Jahre bis jetzt!

    Ina Winkels

    Hier nachzuhören!

  • 2015 Woche 15
    2015 Woche 15

    The Velvet Underground  - s/t

    Das selbstbetitelte 3. Album von “The Velvet Underground” erschien im März 1969 und war der Versuch eines Neuanfangs. John Cale hatte sich aus der Band verabschiedet, Lou Reed hatte sich vom Einfluss Andy Warhols gelöst und Doug Yule war als Ersatz für Cale zur Band gekommen.

    Die Aufnahmen verliefen ungewöhnlich harmonisch, es war eine große Ruhe und Entspanntheit zu spüren und Doug Yule sprach sogar davon, dass die Zeit im Studio Spass gemacht hätte. Sehr ungewöhnlich für eine Band, die mit den 2 Vorgängeralben die Grenzen des Rock’n’Roll getestet und sie erweitert hatten.

    Lou Reeds Songs für das Album waren intim und fast ausschließlich Balladen – perfekt passend zur neuen Gelöstheit der Band und so ist es auch kein Wunder, dass „Pale Blue Eyes“ zum populärsten Song von „The Velvet Underground“ wurde und vielleicht Lou Reeds beste Ballade ist.

    Nun ist das Album etwas verspätet zum 45. Jubiläum wieder auf Vinyl erschienen.

    Hier nachzuhören!

  • 2015 Woche 14
    2015 Woche 14

    Mars Needs Women - s/t

    Hätte ich die Platte nur im Regal stehen sehen, hätte ich sie wahrscheinlich abgebucht als: 60s Hommage, Emma Peel meets Lieutenant Uhura, lustig, mit silbernen Kostümen und beiliegendem Comic.

    Jaja die Hamburger.... Und hätte die Platte nicht angehört... Weil die Sängerin bei MARS NEEDS WOMEN aber Peta Devlin ist, von der tip-top Country Band COW (die es leider nicht mehr gibt), und weil Peta Devlin tolle Duette mit Bela B. singt und alle meine Lieblings-Countrysongs kennt (und vielleicht noch ein paar mehr) - deshalb haben wir die Platte dann nicht nur einmal aufgelegt, sondern ganz oft.

    Und sie macht jedesmal gute Laune, die eigenen Kompositionen stehen den Cover-Versionen in nichts nach, und alles pustet den Winter aus den Boxen. Jetzt buche ich sie unter: Holly Golightly trifft die Detroit Cobras - das ist ja wirklich nicht die schlechteste Ecke im Laden. Und im Gegensatz zu denen sind MARS NEEDS WOMEN eine All-Girl-Band (produzieren durfte aber Ted Gaier von den Goldenen Zitronen).

    Neben Peta stehen, in genauso flotten Anzügen, Susie Reinhardt und Barbara Hass, nicht dass wir die vergessen. Und eine tolle Live-Band sind sie auch.

    Hier nachzuhören!