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Sep
2014

  • 2014 Woche 34
    2014 Woche 34

    V.A. - Please Don't Freeze - Early Black Rock'n Roll III

    Die Wurzeln des Rock’n Roll sind schwarz, schon die Rolling Stones wurden nicht müde, uns das immer wieder zu erklären. Der Rock’n Roll begann wohl schon Ende der vierziger Jahre als eine Unterabteilung des Rhythm & Blues und war schon damals wild, aufregend, tanzbar und unanständig.

    Der bayrische Autor, DJ und Amateurboxer Jonathan Fischer hat im gerade erschienen dritten Teil seiner Samplerreihe über den frühen schwarzen Rock’n Roll Songs von John Lee Hooker, Howlin‘ Wolf, Ike & Tina Turner, Bo Diddley und vielen unbekannteren schwarzen Künstlern der Fünfziger und frühen Sechziger Jahre zusammengestellt.

    Man hört schnell, dass alle Songs darauf von DJ Fischer persönlich auf dem Dancefloor ausprobiert wurden und den Test mit heutigem Publikum bestanden haben. Dank an Trikont für die schöne Doppelvinylausgabe.

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  • 2014 Woche 33
    2014 Woche 33

    FINK - Hard Believer

    Finian Paul Greenall - alias Fink – ist mit seiner Musik schon weit herumgekommen. Es begann Anfang der Neunziger als Akustik Gitarrist in verschiedenen Jazzfunk Bands in Brighton, dann begann er eine Karriere als Elektronik Musiker und international gefragter DJ und 2006 schließlich gründetet er seine Band „Fink“, mit der er in immer dergleichen Triobesetzung gerade sein inzwischen 5. Studioalbum „Hard Believer“ herausgebracht hat.

     

    Fink sind eine Band, die einerseits von den hypnotischen Grooves lebt, die vor 20 Jahren in der elektronischen Tanzmusik entwickelt wurden, die aber genauso fest in der Tradition des britischen Folk etwa von Davey Graham und John Martyn verwurzelt ist – und genau diese Spannung ist es, die die Faszination und den Erfolg von Fink ausmacht. „Hard Believer“ wurde zum ersten Fink Album, das es auch in deutschen Charts geschafft hat.

    Fin Greenall lebt inzwischen Berlin Kreuzberg und sagt dazu scherzhaft, Berlin könne ein zusätzlicher Hipster nicht schaden. Am 18.11. spielen Fink im Heimathafen Neukölln.

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  • 2014 Woche 32
    2014 Woche 32

    CAN - Tago Mago

    Die Liste der deutschen Bands die von britischen und amerikanischen Musikern als wichtiger Einfluss genannt werden ist kurz: Kraftwerk und Can. Dafür ist die Liste derjenigen, die dies von Can behaupten, umso länger: David Bowie , Talking Heads, Primal Scream, The Fall, Joy Divison, Suicide, The Stone Roses, Radiohead und als ihr größter Fan John Lydon. Der kürt Cans Tago Mago Doppelalbum aus dem Jahr 1971 zu seinem Lieblingsalbum und versuchte mit „Public Image Ltd.“ eine Band wie Can zu erschaffen.

     

    Julian Cope, der ein ganzes Buch über „Krautrock“ schrieb, sagt über Tago Mago: „Es ist ein Album, dass nur nach sich selbst klingt, wie nichts zuvor und nichts danach.“

    Jahrelang war „Tago Mago“ nur als Bootleg erhältlich, nun gibt es den Klassiker endlich wieder auf dem Original „Spoon“ Label im Klappcover mit Innersleeves, neuen Linernotes, in 180 Gramm Pressung und mit mp3 Download.

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  • 2014 Woche 31
    2014 Woche 31

    Lee Fields - Emma Jean

    Lee Fields ist 64 Jahre alt und steht seit 45 Jahren auf der Bühne, sein erstes Album erschien 1969. Mittlerweile ist er bei Album Nummer 17 angelangt, zu Ehren seiner verstorbenen Mutter heißt es „Emma Jean“ und wurde zu seinem Besten. Das Album wurde zum Teil in Dan Auerbach’s Studio in Nashville aufgenommen, Auerbach spielt auch mit und steuert den Song „Paralyzed“ bei, produziert haben die „Truth & Soul“ Labelbosse und Aloe Blacc Produzenten Jeff Silverman & Leon Michels, als Band dient zum dritten Mal die „Truth & Soul“ Hausband „The Expressions“.

     

    „Emma Jean“ klingt wunderbar weich, organisch, modern und doch fest in der Soultradition verwurzelt. Alle Beteiligten wollen nur eins: Lee Fields wunderbare Stimme zur Geltung bringen. Der ihn lebenslang verfolgende Vergleich mit James Brown wird hier obsolet. Lee Fields ist ganz Lee Fields.

    Am 12.11. treten Lee Fields & The Expressions im Bi Nuu auf.

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