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Dec
2014

  • 2014 Woche 52
    2014 Woche 52

    Robert Plant - Lullaby and...The Ceaseless Roar

     „lullaby and… THE CEASELESS ROAR“, Robert Plants 13. Album nach der Auflösung von Led Zeppelin, ist vieles gleichzeitig.

    Es ist ein Heimkehralbum zurück nach Großbritannien, nachdem Plant jahrelang in USA gelebt und viel herumgereist ist, es ein Trennungsalbum von Patty Griffin, mit der er in Austin, Texas gelebt hat, es bringt ihn wieder mit seiner Band „Strange Sensation“ zusammen, die diesmal „Sensational Space Shifters“ heißt und um den Ghanaischen Riti- & Kologospieler Juldeh Camara erweitert wurde, und es ist ein Album, dem man anmerkt, dass hier alle Bandmitglieder vollständig im Projekt aufgegangen sind.

    Alle Songs tragen die Namen der Musiker als Autoren, die am jeweiligen Song beteiligt sind. Es ist ein Album, das komplex ist, aber nicht so klingt, als ob alle 7 Musiker zur gleichen Zeit reden. Jeder Musiker kreiert genau zur richtigen Zeit Räume für die Anderen. Mit Robert Plants eigenen Worten: „It’s very West African and very Massive Attackey.”

    „Lullaby and… The Ceaseless Roar“ klingt nach dem x-ten Hören zwar vertraut, aber immer noch frisch und faszinierend, und jedes Mal, wenn es im Laden läuft, fragen Kunden erstaunt: „DAS ist Robert Plant?“

    Es ist das Album des Jahres bei „Mr Dead & Mrs Free“.

    Hier nachzuhören!

  • 2014 Woche 51
    2014 Woche 51

    O.V. Wright - 8 Men And 4 Woman

    Overton Vertis Wright gilt heute als einer der größten Soulsänger aller Zeiten. Sein langjähriger Produzent die Memphis Legende Willie Mitchell hielt ihn dagegen für den größten Blues Künstler, den er je produziert hat. O.V. Wright selbst fühlte sich Zeit seines Lebens als Gospelsänger. Er sagte: „Soul – das ist Kirche. Man ersetzt einfach „Jesus“ durch „Baby“. Das ist alles, was es ist.“

    Das Album „8 Men And 4 Women“ aus dem Jahr 1967 ist eigentlich eine Zusammenstellung von Tracks, die O.V. Wright für Don Robeys Peacock Label aufgenommen hatte. Don Robey war der erste Afroamerikaner, der ein erfolgreiches Plattenlabel gegründet hatte. Aber Robey war auch nicht zimperlich, wenn es darum ging sein Business zu führen.

    So zwang er viele seiner Songschreiber ihn selbst unter dem Pseudonym „Deadric Malone“ als Autor der Songs, die auf seinen Labels erschienen, einzusetzen, um die Tantiemen zu kassieren. Auch auf O.V. Wrights Album führen 7 der 12 Songs den Namen „Malone“ als Komponist und bis heute ist bei vielen Songs unklar, wer denn eigentlich nun der wahre Autor von ihnen war.

    O.W. Wright verstarb 1980 mit nur 41 Jahren und lag jahrelang in einem unmarkierten Grab. Erst 2008 brachte eine Sammlung unter Fans und Freunden genug Geld zusammen, um einen Grabstein für ihn zu errichten.

    Hier nachzuhören!

  • 2014 Woche 50
    2014 Woche 50

    Y'akoto - Moody Blues

    So schön kann “ONE WORLD” sich anhören (und aussehen). Y’akoto ist in Hamburg geboren und lebt heute auch da – aber ihr Weg führt sie über Ghana, Togo und Paris.

    Die Platte klingt so international, dass sie sogar auch in den USA veröffentlicht ist.

    Hier nachzuhören!

  • 2014 Woche 49
    2014 Woche 49

    The Barr Brothers - Sleeping Operator

    Die beiden Brüder Brad und Andrew Barr machen schon seit ihrer Kindheit zusammen Musik. Das gibt es in der Popgeschichte eher selten, denn zu oft meinen Brüder sich voneinander auch in der Musik abgrenzen zu müssen.

    Bei Barrs zuhause wurden Konflikte zwischen den Geschwistern mit Hilfe von 2 Paar Boxhandschuhen und innerhalb von 3 Minuten ausgetragen und so konnten sie sich in ihrer Musik ganz auf das Erforschen von Harmonie und Rhythmus konzentrieren.

    Schon Mitte der Neunziger nahmen sie mit Ihrer Band „The Slip“ ihr erstes Album auf, daraus wurden bis 2006 6 Studioalben und 2 Live LPs. Mit ihrem Umzug von Boston nach Montreal gründeten Brad und Andrew dann „The Barr Brothers“.

    „Sleeping Operator“ ist das 2. Album der Band zeigt sie zusammen mit ihrer Harfenistin Sarah Page und dem Multiinstrumentalisten Andrew Vial als Meister des groß arrangierten Pop inspiriert von Simon & Garfunkel und verwandt mit My Morning Jacket und Low Anthem.

    Hier nachzuhören!